Mohammed sallaAhu aleihi wa salam

Enge, hüftbetonte Bekleidung. Lautes, undurchdringliches Durcheinander. Schwindende, unberechenbare Sinne. Brennende Muskeln. … –  Alltag im Sport? Oder doch „nur“ gute Gründe, um sich als Muslim nicht näher mit dem Thema zu beschäftigen? – Mohammed sallaAhu aleihi wa salam (saw) tat es aus einem guten Grund:

Er offenbarte uns:

Der starke Gläubige ist Allah lieber als der schwache Gläubige, in jedem ist jedoch Gutes vorhanden“ (Al-Buchari).

Nicht umsonst sind drei von fünf Säulen des Islams mit körperlichen Herausforderungen verbunden. Weder die Pilgerfahrt noch das Gebet noch den Ramadan könnten wir einhalten, wenn unser Körper nicht gesund und gekräftigt wäre. Um diese antreten zu können, bekamen wir unseren Körper als Geschenk Gottes. Geschenke erwidert man üblicherweise mit Dankbarkeit. Dankbarkeit zeigt sich besonders, indem man dieser Fürsorge und Aufmerksamkeit entgegenbringt. Also wieso nicht auch Allah gegen Fürsorge und Aufmerksamkeit dankbar für unseren Körper sein?

Laut einer weiteren Überlieferung wissen wir auch, dass

            „jede Tat ohne Gott zu gedenken, entweder eine Ablenkung oder Unachtsamkeit ist“. Allerdings gibt es hier nennenswerte Ausnahmen: „das Gehen von Ziel zu Ziel (bei Schießübungen), das Trainieren eines Pferdes, das Spielen mit seiner Familie & Schwimmen lernen“ (Abū l-Qāsim at-Tabarānī).

Zunächst assoziieren wir mit diesen Tätigkeiten kaum nennenswerte Sportarten. Schauen wir genauer hin, so zeigt sich: Es handelt sich um nützliche und zielgerichtete Ausübungen, die den Menschen vielseitig kräftigen. Zu Mohammeds Zeiten galt diese Fitness unabdingbar für die täglichen Herausforderungen. Nicht nur, weil Wege zu Fuß bestritten wurden, sondern auch weil die Bürger immer auf Kämpfe und Kriege vorbereitet sein mussten. So kommt es, dass Mohammed (saw) jeden, der dazu in der Lage ist, motiviert Sport zu treiben (vgl. Al Buchari). Das Reiten oder das Schwimmen stehen an dieser Stelle exemplarisch für nützliche körperlich fordernde Tätigkeiten, um den Alltag besser bewerkstelligen zu können.

Heute stellt – Al-hamdu lil-lah (Gott sei Dank) – für den Großteil von uns nicht die Kriegsvorbereitung die tägliche Herausforderung dar. Vielmehr sind es die, durch den Bewegungsmangel ausgelösten, Volkskrankheiten. Nutzen wir den Sport als eine Möglichkeit, um diesen entgegenzuwirken.

Was heißt das nun für uns?

Wir sollten nicht nur Acht auf unsere Gesundheit geben, um Allah Dankbarkeit entgegenzubringen. Sondern auch (so wie es unser Prophet Mohammed (saw) auch getan hat), um täglich neue Herausforderungen erfolgreich zu stemmen.

Zum Abschluss möchte ich auf den zweiten Teil der ersten Überlieferung aufmerksam machen. Dass, in einem schwachen Gläubigen ebenso Gutes steckt wie in einem Starken, bietet sich verlockend gut, als Ausrede an bei alten Gewohnheiten zu bleiben. Doch damit sind lediglich die gemeint, die sich diesem Wissen nicht bewusst oder aber denen es aufgrund fehlender Voraussetzungen und Mittel nicht möglich ist, sich körperlich fit zu halten.

Schreibt mir doch gerne in die Kommentare welchen Bezug ihr zum Sport und unserem Propheten Mohammed (saw) seht und ob ihr die Überlieferungen bereits kanntet?

Ein Kommentar zu “Mohammed sallaAhu aleihi wa salam

  1. MashAllah, sehr gut beschrieben. Ich muss immer an den Hadith denken, wo er mit Aisha (ra) ein Wettrennen machte, was ich immer mit dem Spaß an sportlicher Betätigung verbinde. Allein schon das mit den Kindern beim Spaziergang spontan umzusetzen, ermöglicht es zusätzlich, den Kindern diese Freude an Bewegung zu vermitteln, in shaa Allah.

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