Was erwartet dich im Sportstudium?

Den folgenden Artikel habe ich für das lern-forum (Blogname) des Aelius-Förderwerks geschrieben. Um Schülerinnen und Schülern bei ihrem Werdegang nach der Schule zu helfen, gebe ich einen Überblick über das Sportstudium aus meiner Perspektive. Auf den religiösen Zusammenhang werde ich in einem kommenden Beitrag eingehen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Beneidest Du manchmal deinen Sportlehrer oder deine Sportlehrerin, weil er oder sie dafür bezahlt wird den ganzen Tag in Jogginghose herumzulaufen? Zugegeben, das habe ich auch. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich angefangen habe, Sportwissenschaften zu studieren. Im Folgenden rede ich lediglich über den Bachelor Studiengang Sportwissenschaften. Dieser ähnelt dem Lehramt Studiengang Sportwissenschaft, ist aber nicht derselbe.

Was ist Sport?

Jeder Studiengang ist so zusammengestellt, dass Du fachspezifisch und überwiegend theoretisch auf ein Berufsfeld vorbereitet wirst. Im Bereich der Sportwissenschaften bedeutet das, dass neben den sportpraktischen Leistungen alle Aspekte, die gesellschaftlich relevant sind, bearbeitet werden. Diese Theorie lässt sich in drei Fachbereiche zusammenfassen.

1. die physiologischen, sportbezogenen Fächer (Trainings-, Bewegungswissenschaft, Sportspiele, Anatomie/Sportmedizin)

2. die Wissenschaft (Wissenschaftliche Arbeitstechniken/ Statistik, Methodologie)

3.    die Didaktik/Methodik (Sportpädagogik, -didaktik)

Hinter diesen und vielen weiteren Fächern steckt eine Vielfalt an Erkenntnissen, die aufgearbeitet werden, um der Kernfrage „Was ist Sport? “ nachgehen zu können. Zusammengefasst heißt das, dass du als Sportstudent*in sowohl in Vorlesungen sitzt, wie auch regelmäßig neue Sportarten kennenlernen wirst. 

Berufsmöglichkeiten

Mit diesem Wissen kannst Du dich beruflich spezialisieren und für dich entscheiden womit du dein Geld später verdienen möchtest. 

Es gibt wirklich unzählige Berufsmöglichkeiten. In welche Richtung es für dich gehen wird, musst und solltest Du nicht zu Beginn deines Studiums festlegen. Du wirst sehr viele verschiedene Bereiche und Sportarten im Studium kennenlernen und genug Zeit haben, dich, in dem was dir am besten liegt, entfalten zu können. Allerdings solltest Du dich während deines Studiums immer über deine Möglichkeiten informieren und neben den verbindlichen Inhalten auch freiwillige Angebote ausprobieren.

Natürlich ist nicht jedes Modul super interessant oder aufregend. Das liegt aber nicht am Modul allein, sondern auch an dir. Du entscheidest was du aus dem Fach mitnehmen möchtest. Das besondere an deinem Studienfach sollte deine Begeisterung dafür sein. Mit der richtigen Motivation und einem Ziel vor Augen werden dir trockene Themen nicht als Problem, sondern als Herausforderung begegnen. Dieses Ziel sollte nicht nur dein erfolgreicher Studienabschluss sein, sondern dein Berufswunsch bzw. der Wunsch einen Bereich zu finden, den du für den Rest deines Lebens ausleben möchtest.

Sportwissenschaften auf Lehramt

Du hast auch die Möglichkeit Sportwissenschaften auf Lehramt zu studieren. Die Module sind überwiegend dieselben. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Erziehungsauftrag der Schulen. Um den Aspekt aufzugreifen, wieso ich Sportlehrer*innen nicht beneide: Durch den Austausch mit meinen Kommilitonen*innen weiß ich, dass das Lehramtsstudium anspruchsvoller als der Bachelor Studiengang ist. Das liegt unter anderem an dem zusätzlichen Bezug jedes einzelnen Moduls zu der Schule. Der Vorteil allerdings ist die genaue Berufsbezeichnung. Du weißt schon zu Beginn wie dein Ziel aussieht und kannst dementsprechend darauf hinarbeiten und jedes Modul darauf beziehen.

Vorteile im Studium 

Es ist wirklich unglaublich seinen Körper durch die vielfältigen Anforderungen im Studium neu kennenlernen zu können und dabei einen super Ausgleich zum alltäglichen „Schreibtischleben“ als Student zu haben.

Das Beste am Sportstudium ist der gesundheitliche Aspekt. Heutzutage fällt es den meisten Menschen schwer sich Zeit für ihre Gesundheit zu nehmen. Als Sportstudent*in hast Du durch die praktischen Module immer körperlich anspruchsvolle Herausforderungen, die sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Allerdings ist an dieser Stelle stark hervorzuheben, dass die praktischen Übungen an der Uni absolut nicht ausreichen, um gute Leistungen zu erbringen. Das heißt für dich, Du solltest motiviert genug sein dich außerhalb der Uni gerne und oft bewegen zu wollen.

Herausforderungen, die dich erwarten

Auf der anderen Seite wirst Du dir zu Beginn jeder praktischen Einheit, zu der du zuvor keinen Bezug hattest, wünschen du hättest dich nie für das Studienfach entschieden. Doch mit der Leistungssteigerung im Laufe des Semesters (also in der Übungsphase) bis hin zu der Abschlussleistung (Prüfung) wirst du merken, dass du deinem Körper mehr Vertrauen schenken und vor allem mehr schätzen solltest.

Persönliche Meinung

Mir persönlich gefallen die Praktika und Arbeitsangebote, die man als Student absolvieren kann am besten. Ob verbindlich oder nicht. In dieser Zeit erfährst du als Student welche Herausforderungen dich in der Berufswelt erwarten werden.

Ich hoffe Du hast einen groben Überblick darüber bekommen, was dich als Sportstudent*in erwarten wird. Im Netz findest du außerdem eine Übersicht an Universitäten und Hochschulen, die diesen oder ähnliche (z. B. Sportjournalismus) Studiengang anbieten. Hierbei ist nicht nur der numerus clausus, sondern auch die verbindlichen Sporteignungsprüfungen der Einrichtungen zu beachten.

Ich wünsche dir viel Erfolg und eine aufregende Studienzeit! Bei Fragen und Anregungen darfst Du gerne auf meinem Instagram Account (fitspiratedmuslim) oder Blog (www.fitspiratedmuslim.org) reinschnuppern und mich jederzeit kontaktieren.

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