Sport im Ramadan

Wann, Wie und Warum du Sport im Ramadan (oder auf nüchernem Magen) in deinen Alltag einbaust, erfährst du hier.

Bevor wir zum interessanten Part kommen, musst du erstmal einen grundlegenden Prozess deines Körpers verstehen:

Wenn du Sport machst, also dich bewegst, nimmt sich dein Körper Energie aus deinen Reserven. Wir haben insgesamt 4 verschiedene Reservespeicher (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate (KH) und Phosphat-Speicher). Zuerst bedient sich der Körper am Phosphat (schnell aufgebraucht), dann zusammen mit dem Fett an den KH. Das Fett kann nur in Kombination mit KH oder Eiweißen verbraucht werden. Die Verarbeitung von Fetten benötigt immer länger als die von Kohlenhydraten, sodass es unserem Körper schwerer (aber nicht unmöglich) fällt Energie aufzubringen.

Wenn wir an Ramadan tagsüber nichts essen, so bedient sich der Körper, um alltäglicher Herausforderungen zu bewältigen gleichzeitig an den ersten drei Speichern (Phosphat, KH, Fett). Wenn die aufgebraucht sind (also kein Phopshat und keine KH mehr) und wir uns trotzdem bewegen, dann haben wir immer noch genug Fette, die in Kombination mit dem letzten Speicher, nämlich den Eiweißen verbraucht werden. Nein, keine Sorge. Du verlierst nicht direkt alle deine Muskeln. Nicht, wenn du nach dem Training direkt ein wenig Eiweiß zu dir nimmst (Ayran ist super).

Kurz bevor wir essen dürfen haben wir bereits den Zustand des „nüchternen Magens“ erreicht, also unser Magen ist leer. Genau jetzt eignet es sich eine kleine Sporteinheit durchzuführen. Bewegst du dich an diesem Punkt, dann lernt dein Körper effizienter deine Fettreserven zu verwenden. 

Es spricht nichts dagegen deiner Fitness und deinem Körper über Ramadan etwas gutes zu tun und dich dahingehend ebenfalls zu verbessern. Im Gegenteil: Dein Körper lernt neue Zustände kennen, entwickelt sich weiter und arbeitet effizienter.

Übrigens bevorzugen Ausdauersportler das Training auf nüchternem Magen, um ihre Fettverbennung anzukurbeln. Also wenn Ausdauersportler es schaffen lange ohne Essen auf einem hohen Niveau zu trainieren, dann wirst du auch eine Mini Einheit in deinen Tag integrieren können.

Wenn du bis hierher angelangt bist und immernoch nicht überzeugt davon bist, sportlich aktiv werden zu müssen, dann verweise ich dich auf folgenden Beitrag.

Bist du bereit Sport über Ramadan zu einem Teil von dir werden zu lassen, solltest du folgendes beachten:

  1. Qualität vor Quantität: Trainiere nicht mehr als 30-45min 

2. Weniger ist Mehr: Kontinuität steht an erster Stelle: mach lieber jeden Tag nur 5min anstatt an einem Tag 45 min „Allah liebt das regelmäßige“

3. Zeitmanagement und Organisation: organisiere dich so, dass du (vor allem wenn du kochen musst) 

4. Trinken: ohne das Wasser können deine Muskeln die Nährstoffe nicht vollständig aufnehmen.

5. Bleib motiviert: mach dir einen Plan und überleg dir im vorneherein was du dir vornimmst. Wenn du dich erst an dem Tag entscheidest, dann wirst du alle Gründe finden es lieber sein zu lassen. Überleg dir auch kleine „Belohnungen“. Dinge, die du sonst vermiedest zu tun oder zu essen, um dran zu bleiben.

Ich wünsche dir viel Erfolg und einen gesegneten Fastenmonat.

In Liebe, deine Seher von fitspirated

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